Erlebnisreiche Tage in der Partnergemeinde

Partnerschaftstreffen zwischen den „Heinrich-Magnani-Orten“ Seckach, der Klinge und Hettingen bei ihren Partnerschulen in Gazzada Schianno in der Provinz Varese.

Die Partnerschaft zwischen den Gemeinden Seckach und Gazzada Schianno geht auf Seckachs ersten Ehrenbürger, Pfarrer Heinrich Magnani, zurück. Magnanis Vater wurde in Schianno geboren, ehe er als junger Mann nach Deutschland auswanderte und eine Familie gründete. Während seiner Tätigkeit als Pfarrer in Hettingen arbeitete Heinrich Magnani nach Ende des Zweiten Weltkrieges am Aufbau des Jugendheimes Klinge zum heutigen „Kinder- und Jugenddorf Klinge“ und war dessen erster Dorfleiter. Noch heute leben zahlreiche Magnani-Familien In Schianno und der Provinz Varese.

Der Ursprungsgedanke der Schulpartnerschaft war die Heimat von Pfarrer Magnani und seine Wirkungsstätten zu verbinden. Seit Gründung der Städtepartnerschaft im Jahre 2005 findet nun im jährlichen Wechsel ein Austausch zwischen den Schulen dieser Gemeinden statt.

In diesem Jahr machten sich insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler – 10 aus Hettingen unter Begleitung von Frau Förschler, 8 aus dem Jugenddorf Klinge unter der Begleitung von Frau Kellner-Ix und 9 aus der WRS Schefflenz-Seckach-Billigheim in Begleitung von Herrn Fell auf den Weg nach Gazzada. Dort wurden wir am späten Nachmittag des 19.03. bei strahlendem Sonnenschein in der Manzoni-Schule von den Gemeinde- und Schulvertretern sowie den italienischen Gasteltern herzlich empfangen. Der erste Abend galt dem Kontakt mit den italienischen Gastgebern zu vertiefen.

Schon der nächste Tag war ein Höhepunkt. Zusammen mit zwei italienischen Schulklassen besuchten wir die beeindruckende und bedeutende Hafenstadt am Mittelmeer – Genua. Dort tauchten wir im „Aquario die Genova“ in die faszinierende Welt der Meerestiere ein. Es ist das zweitgrößte Aquarium in Europa und bietet vielfältige Einblicke in die Welt der großen und kleinen Meeresbewohner mit ihren faszinierenden Farben und Formen sowie deren Anpassungsfähigkeit an ihre Umgebungen. In mehr als 50 Becken tummeln sich Seesterne, Delfine, Haie, Seehunde und Pinguine.


Im Anschluss durchstreiften wir die engen Gassen der quirligen Altstadt und bewunderten die prunkvollen Paläste aus Genuas bedeutender Vergangenheit, als die Stadt über große Teile des Mittelmeers herrschte.

 

Der erfüllte Tag wurde durch ein Pizzaessen in der Partnerschule abgerundet. Erste Freundschaften waren geschlossen, was für den folgenden gemeinsamen Schultag von Vorteil war.


In den Fächern Kunst, Musik und Sport erlebten wir einen gemeinsamen Schulvormittag. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Schule besuchten wir das neugeschaffene Museum „Volandia“ auf dem Mailänder Flughafen Malpensa. Das weitläufige Museumsgelände in den originalen Fabrikhallen bot an konkreten Modellen interessante Einblicke in die Luft- und Raumfahrtgeschichte Italiens. Begeistert waren wir von den Flug-Simulatoren an denen wir unser Können erproben konnten.


Im Oratorio von Gazzada traf man sich mit allen an der Partnerschaft Beteiligten zu einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung. Bei einem typischen italienischen Abendessen wurden die während der gemeinsamen Tage gesammelten Eindrücke ausgetauscht. Im Anschluss daran erfolgte die Übergabe der Gastgeschenke an die Schulleiter der Schulen von Gazzada.

Alle waren sich einig, dass der partnerschaftliche Schüleraustausch zwischen den Schulen weiterbestehen muss.

Nach dem Frühstück trafen wir uns zum letzten Male vor der Schule zum Abschiednehmen. Das Bedauern war groß, dass die gemeinsamen Tage so rasch zu Ende waren und viele hätten die gemeinsame Zeit gerne verlängert. Man war sich sicher, dass man sich im folgenden Jahr im Bauland wieder treffen muss.


Alle waren sich einig, diese Partnerschaft muss weiterbestehen.