Werkrealschüler verbrachten erlebnisreiche Tage in Ungarn

Seit nunmehr fünf Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen der Grundschule (Klassen 1-8) Agendorf (Ágfalva) und der Schefflenzschule und zum 3. Male weilten Schüler der Werkrealschule aus nun allen drei Schulstandorten in der Gemeinde bei Sopron. 16 Schülerinnen und Schüler, darunter viele Neulinge, was den Schüleraustausch angeht, waren mit den verantwortlichen Lehrern Eugen Becker und Konstantin Großmann vom 22. bis 27. Juni 2012 unterwegs, um die geknüpften Kontakte zu vertiefen, bzw. neue Kontakte zu knüpfen.

 

Mit Busfahrer Peter ging die 9 ½-stündige Fahrt bei herrlichem Wetter über Nürnberg, Passau, Linz, an Wien vorbei zum Grenzübergang Sopron und dann zum nahegelegenen Agendorf, wo man schon sehnsüchtig und gespannt von den gastgebenden Familien und den Austauschschülern erwartet  wurde.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Schule begrüßten der Bürgermeister von Agendorf, die Schuldirektorin Maria Baltigh und die verantwortliche Lehrerin Krista Czernus die Gäste der Schefflenzschule, ganz besonders die Schüler, die zum ersten Mal am Austausch teilnahmen.

Krista Czernus hatte mit ihren Kolleginnen wieder ein sehr abwechs-lungsreiches und interessantes Programm für die Schüler zusammen-gestellt, so dass bei keinem der deutschen und ungarischen Schüler in den folgenden  vier Tagen Langeweile aufkommen konnte.

Am ersten ersten Tag führte eine Wanderung       ins Naturschutzgebiet         im Soproner Gebirge, bei der vor allem die Neulinge unter den deutschen Schülern ihre ersten „Gehversuche“ in der schwierigen ungarischen Sprache unternahmen. Nachmittags ging es mit dem Bus zur Schoko-ladenfabrik „Harrer“ nach Sopron, wo es zweisprachig Vieles über die Herstellung verschiedener Schokoladenprodukte zu erfahren gab. Natürlich konnte das breitgefächerte Angebot dort auch ausgiebig probiert werden. Anschließend hatte selbst Petrus hatte ein Einsehen, und er schob die Wolken beiseite, so dass der anschließende Besuch im Freischwimmbad mit seinen Wasserrutschen wieder für alle zu einem Erlebnis wurde. Am Abend traf man sich dann beim Agendorfer Dorffest an der Schule oder beim „Jugendtreff“ am Sportplatz.

Der Sonntag gehörte dann ganz den Gastgebern, die mit ihren deutschen Gästen bei strahlendem Sonnenschein allerlei (Kanufahren, Kletterngarten, Freizeitbad, Dorffest....) unternahmen.

Am Montag hieß es dann früh aufstehen, denn bereits um 7.30 Uhr startete der Bus zu einem ganztägigen Ausflug nach Györ (Raab), der Komitatshauptstadt. Erstes Ziel dort war „Mobilis“ ein interaktives Zentrum von Audi-Hungaria, in dem die Schüler Vieles im Bereich der Naturwissenschaften entdecken und ausprobieren konnten. Eine Vorführung von spektakulären Versuchen mit Luft und Wasser rundeten den Besuch dieser Einrichtung ab. Beste Stimmung herrschte trotz strömenden Regens bei der anschließenden Schifffahrt auf dem Flüsschen Raab und der alten Donau. Der anschließende Zoobesuch fiel wegen des Dauerregens buchstäblich ins Wasser, statt dessen konnten die Schüler, nachdem sie Geld gewechselt und sich mit Forint versorgt hatten, ein riesiges Einkaufszentrum zum Shopping besuchen, wovon die meisten Kinder mehr begeistert waren als vom Zoo. Abschluss des Ausflugs nach Györ war der Besuch eines Terrariums, bei dem man sehr viel Wissenswertes über verschiedene Reptilien und exotische Tiere erfuhr.

Am Dienstag, dem letzten Tag des Aufenthaltes besuchte man Sopron. Bei einer Stadtführung staunten vor allem die Schüler und Lehrer, die schon 2008 und 2010 dabei waren,  über die vielen Veränderungen und Neuerungen. Man war überrascht, wie schön die Innenstadt in den letzten Jahren geworden ist. Nach dem letzten Aufenthalt 2010 durfte die Sommerrodelbahn in Sopron  natürlich nicht auf dem Programm fehlen. Anschließend an ein gemeinsames Mittagessen in einem schönen Kellerlokal ging es am frühen Nachmittag nach Agendorf zurück. Für die Neulinge am Schüleraustausch stand der Besuch des Heimatmuseums, das auf beeindruckende Weise einen Einblick in das Leben der Deutschen in Agendorf vor dem 2. Weltkrieg gibt, auf dem Programm. Krista Czernus und Herr Becker hatten dabei jede Menge Fragen zu beantworten. Danach traf man sich auf dem Schulhof. Während die Gasteltern das traditionelle Abschiedsgrillfest vorbereiteten, wetteiferten die Schüler bei Staffel- und Ballspielen um den Sieg.

Herr Becker bedankte sich mit einem Gastgeschenk aus der Region bei der Schulleitung und bei Krista Czernus, dem „Motor“ des Austauschs und ihren Kolleginnen. Sein ganz besonderer Dank galt aber den gastgebenden Eltern für die wunderbare Gastfreundschaft, denn ohne sie wäre der Schüleraustausch, so wie er zur Zeit stattfindet, gar nicht möglich.

Am Mittwochmorgen hieß es dann Abschied nehmen von alten und neuen Freunden  und nicht wenige Abschiedstränen flossen auf beiden Seiten. Mit dem Versprechen den Kontakt weiter gut zu pflegen und auszubauen, verabschiedete man sich. Nun freuen sich die Schüler der Schefflenzschule auf 2013, wenn sie ihre ungarischen Partner im Odenwald begrüßen und Gastgeber sein dürfen.