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Neunte Klassen erproben neues pädagogisches Konzept der KZ-Gedenkstätte

Als festen Bestandteil des Schulcurriculums besuchten auch in diesem Jahr wieder die neunten Klassen der Schefflenztalschule die KZ-Gedenkstätte Neckarelz: Am 25.11. die Klasse 9 a mit Lisa Folhoffer und Markus Hebestreit, letzterer begleitete neben Klassenlehrer Rüdiger Bollack auch die Kl. 9 b bei ihrem Besuch am 02.12. Das außerschulische Lernen begann bereits mit dem Fußweg vom Bahnhof Neckarelz zum Ort des ehemaligen Konzentrationslagers. Genau diesen Weg nahmen auch die KZ-Häftlinge bei ihrer Ankunft, allerdings entstiegen sie nicht einer komfortablen S-Bahn, sondern Güter- oder Viehwaggons. In der Gedenkstätte wurden die Schülerinnen und Schüler von der Vorsitzenden des Vereins KZ-Gedenkstätte Neckarelz, Dorothee Roos, begrüßt und erhielten einen Überblick zum Ablauf des Besuchs: Anstelle einer klassischen Führung, lagen im Seminarraum verschiedene Realien aus der Lagerwelt bereit. Aufgabe war es nun, in Dreiergruppen einen Gegenstand auszuwählen, um ihn dann mit zusätzlichen Text- und Bildmaterial an passender Stelle in der Ausstellung der Gedenkstätte zu präsentieren. Ergänzt durch Informationen von Frau Roos, führten sich die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise gegenseitig durch die Ausstellungsräume. Der folgende, zweite Teil des Besuchs war der Arbeit mit Biographien gewidmet. Auch wieder in Gruppen erschlossen sich die Jugendlichen Berichte zu Tätern, Opfern und Zuschauern aus dem Zusammenhang des Konzentrationslagers. Neben den perspektivischen Berichten folgte im Anschluss die Frage, was wohl diese Personen im Kontext der Gegenwart sagen oder denken könnten. In der abschließenden Reflexionsrunde bewerteten alle Beteiligten den Besuch der Gedenkstätte und die innovative Form der Selbstführung durch die Besucher als sehr gelungen.

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