Ukulelen im Technikunterricht der 7a in Billigheim

Geht nicht? Gibt´s!

Schüler der siebenten Klasse am Standort Billigheim der Schefflenztalschule wagten sich im Wahlpflichtfach Technik an den Bau einer Ukulele. Betrachtet man die angestrebten Kompetenzen des Bildungsplans, so denkt man sicher nicht zuerst an Instrumentenbau. Dort ist unter anderem von den Werkstoffen Holz und Metall die Rede sowie von verschiedenen Techniken des Fügens und der Oberflächenbearbeitung. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich schnell, dass all diese Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung der sehr komplexen Aufgabe erforderlich sind: Das Baumaterial für die Ukulele besteht aus einfachen Dachlatten, die mit Gehrungsschnitten in Form gebracht werden. Boden und Deckel aus Sperrholz müssen mit Laub- und Lochsäge bearbeitet werden. Am Hals des Instruments kommen Materialien aus dem Musikinstrumentenbau zum Einsatz: Mechaniken, wie sie für Mandolinen verwendet werden und sorgfältig vermessene und eingepasste Bundstäbchen. Filigran wird es beim Anfertigen von Steg, Sattel und Saitenhalter und besondere Sorgfalt erfordert das Messen, um alle Einzelteile genau an der richtigen Stelle zu montieren. Häufig waren die Schüler nah an ihrer persönlichen Frustrationsgrenze und es war zu hören: „Geht nicht!“  Irgendwie ging es dann doch immer weiter. Zum Ende der Bauphase heißt es nun: Geht nicht? Gibt’s!  Und klingt auch noch richtig gut. Die Idee zur Dachlatten-Ukulele stammt von dem Lehrer Friedhelm Patzelt aus Albstadt. Wer sich nun auch einmal an den Bau eines solchen Instruments wagen möchte, findet Bauanleitung und umfangreiches Begleitmaterial unter www.patzelt-ukulele.de.