Berufsorientierung im Fokus: Leben und Lernen an der Schefflenztalschule

In den Medien sind immer wieder Berichte über die hohe Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze in Dienstleistung, Handwerk und Industrie zu vernehmen. Die Schefflenztalschule ermöglicht es ihren Schülerinnen und Schülern, auf dieses Angebot am Arbeitsmarkt zugreifen zu können. In einem neun- oder zehnjährigen Bildungsgang erlangen die Jugendlichen einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss, den Hauptschulabschluss oder in einem weiteren Schuljahr den Werkrealschulabschluss, einen mittleren Bildungsabschluss, der dem Realschulabschluss gleichgestellt ist. Das Lernen an der Werkrealschule zeichnet sich bereits ab Klasse fünf durch die konsequente Förderung lebensnaher Fähigkeiten und Fertigkeiten aus, die auf einen nahtlosen Übergang in eine Berufsausbildung abzielen. Seit Einführung der Werkrealschule haben bereits rund 70 Absolventinnen und Absolventen  dieses Bildungsgangs den mittleren Bildungsabschluss erlangt.

Die Schefflenztalschule bietet, auf die Grundschule aufbauend, mit ihren drei Standorten eine direkte Anbindung an Kooperationspartner aus der unmittelbaren Umgebung.

Erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt sammeln die Schülerinnen und Schüler bereits bei Betriebserkundungen in den Klassenstufen 5 und 6, beispielsweise am Arbeitsplatz eines Elternteils. Im siebenten Schuljahr folgt das obligatorische Sozialpraktikum, insbesondere zur Stärkung fächerübergreifender Schlüsselqualifikationen, wie etwa der Sozialkompetenz. In Klassenstufe 8 absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein zweiwöchiges Betriebspraktikum, jeweils eine Woche in einem anderen Beruf bzw. Betrieb ihrer Wahl. Dabei erfreuen sich die von unseren Ausbildungspartnern angebotenen Praktikumsplätze stets großer Beliebtheit.

Eine Besonderheit der Schefflenztalschule bildet die alle zwei  Jahre in Zusammenarbeit mit den Ausbildungspartnern veranstaltete Lehrstellenbörse.  Schülerinnen und Schüler haben Gelegenheit, die für die Ausbildung verantwortlichen Personen direkt vor Ort in der Schule zu treffen. Für solche Gelegenheiten sind die Schüler gut präpariert, da sie regelmäßig an Bewerbertrainings teilnehmen, die  von außerschulischen Partnern angeboten werden.

Neben den Lehrkräften werden die Schülerinnen und Schüler auch durch externe Dienstleister von hoher professioneller Qualität bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen sowie im Bewerbungsverfahren um Ausbildungsplätze in einem vom Europäischen Sozialfonds geförderten Programm zur Berufseinstiegsberatung begleitet.