Der Schlüssel zur Berufsausbildung

Die Schefflenzschule beschreitet neue Wege zur Berufswegeplanung durch eine Projektwoche zur vertieften Berufsorientierung für die Klassenstufe 8.

Ein praktisches Kriterium war Präzision und Arbeitstempo



Hintergrund dieses aufwändigen Projektes ist, ein Schülerprofil anhand diverser Aufgaben und Aktivitäten zu ermitteln, das sowohl Eltern und Lehrern als auch Betrieben aufzeigen kann, welche Kompetenzen der Schüler bereits besitzt und zu welchen Leistungen der Schüler fähig ist.

Ziel dabei ist es, den Jugendlichen Hilfen für den Übergang von der Schule in den Beruf anzubieten.

Gefördert wird dieses Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Zusätzlich leistet die Schule über Mehrarbeit von Lehrern einen Teilbereich der erforderlichen Kosten.

Diese Projektwoche fand am Standort Schefflenz Ende September bis Mitte Oktober 2011 statt. Experten der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort fungierten als „Profiler“. Sie testeten in der ersten Phase zunächst in zahlreichen praktischen und schriftlichen Tests die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

Im theoretischen Bereich wurden vorhandene Kenntnisse aus Mathematik, Deutsch, dem logischen Denken und der Medienkompetenz ermittelt. In der praktischen Kompetenzanalyse wurden Tätigkeiten wie Feilen, Biegen eines Drahtes,  Schrauben und Schneiden ausgeübt, wobei grob- und feinmotorische Fähigkeiten sowie Präzision und Arbeitstempo überprüft wurden.  Sozialkompetenzen, wie Teamfähigkeit, Kontaktfähigkeit oder Planungsfähigkeit, die in Spielsimulationen beobachtet wurden, rundeten die erste Phase ab.

Nach der sorgfältig erstellten individuellen Auswertung schloss sich die zweite Phase mit Eltern-Schüler-Lehrer-Gesprächen an. In dieser Phase waren auch die Mitarbeiter der Ev. Jugendhilfe beteiligt, die auf der Grundlage der Testergebnisse Vorschläge für mögliche Berufe, Praktika und weitere zielorientierte Fördermaßnahmen unterbreiteten.  In Verbindung mit den schulischen Leistungen, den Erfahrungen der Eltern und den dokumentierten Ergebnissen konnten so gemeinsam Perspektiven für die weitere Berufswahl erstellt werden. Herr Liebing und Herr von Tils von der Evangelischen Jugendhilfe eröffneten dabei vielseitige berufliche Möglichkeiten, die für viele Schüler und Eltern neu waren.

Erfreulich war die rege Beteiligung  der Eltern an den Auswertungsgesprächen, sowie die positive Resonanz gegenüberder Aktion.

Das Konzept der vertieften Berufsorientierungwird auch von der Schulleitung und den beteiligten Klassenlehrern der 8. Klasse für durchweg gut befunden und soll ein fester Bestandteil im Rahmen der Berufswegeplanung an der Schefflenzschule werden.

Geschicklichkeit und motorische Fähigkeiten wurden im Laufe der Woche abverlangt